Kirche und Brunnenfigur

Die evangelisch-lutherische Kirche entstand 1891/92 nach Plänen des schwarzburg-rudolstädtischen Baurates und Architekten Rudolph Brecht als neugotische Saalkirche mit Satteldach und Giebelreiter.

Auf dem Vorplatz der Kirche hält eine Brunnenfigur den berühmten Goldisthaler Ausbeutedukaten in der Hand, der ein Relikt der sagenumwobenen Goldgeschichte des Ortes ist.

Der Ausbeutedukat aus dem Jahr 1737 trägt auf der Vorderseite das geschweifte Wappenschild mit kaiserlichem Doppeladler, welches die Fürsten von Schwarzburg seit der Verleihung der Reichsfürstenwürde von 1697 im Wappen führten.

Die Rückseite trägt die Inschrift: "Deo Propitio Primitiae Avri Schwartzburgici Goldsthalii Producti", welche übersetzt "Durch Gottes Gnade, die Erstlinge des in Goldisthal geförderten Schwarzburgischen Goldes" bedeutet.

Der Durchmesser des originalen Ausbeutedukaten beträgt 23 mm und er besteht aus 3,41 g Münzgold.